Muster aufgeben und seine Realität verändern: Die Box Meditation, Teil III

„Solange du in die Version deiner selbst verliebt bist, die daran arbeitet, die betreffenden Umstände bzw. Einschränkungen zu überwinden, zieht dein zukünftiges Ich dein gegenwärtiges Ich zu dir.“ – Dr. Joe Dispenza


Veröffentlicht am 30. Aug, 2020 11:50:20 AM

Synchronizitäten und glückliche Zufälle bewirken

Wenn du wirklich gut darin wirst, deine Energie im gegenwärtigen Moment in deine Zukunft zu investieren, dein Körper deinem Geist in diese Zukunft folgt und in deinem Leben auf einmal wunderbare Synchronizitäten und „Zufälle“ auftreten, dann wirst du wohl damit weitermachen, stimmt’s? Und du wirst zudem deine Herausforderungen, Umstände und Prüfungen bewusster wahrnehmen, oder etwa nicht? Wenn du deinen (derzeitigen) Seinszustand verlässt, hängst du nicht mehr voll am Haken solcher Auslöser und Ereignisse, sondern erkennst, was da passiert, und wechselst umgehend wieder zurück in dein Herz. Du sagst dir: „Ich verfalle auf keinen Fall ins Unbewusste und in ein automatisches Programm. Ich werde die Tür nicht zuschlagen.”

Das ist der Test, und wenn du ihn bestehst, dann nimmst du sozusagen aktiv am Spiel teil, anstatt nur auf der Zuschauertribüne zu sitzen. Dann versuchst du auch nicht mehr, etwas in deinem äußeren Umfeld zu verändern, sondern veränderst das, was da in deinem Kopf (Gehirn) und Körper (Herz) abläuft. Solange du in die Version deiner selbst verliebt bist, die daran arbeitet, die betreffenden Umstände bzw. Einschränkungen zu überwinden, zieht dein zukünftiges Ich dein gegenwärtiges Ich zu dir, denn du bist nicht mehr das normale, vertraute, bekannte Ich; du bist im Unbekannten. Der Gedanke sendet ja das Signal aus und das Gefühl zieht das Ereignis zu dir; indem du im Herzen bleibst, dein Gewahrsein öffnest und die Formel der Gehirn- und Herzkohärenz mit offenen Augen anwendest, erzeugen die damit verbundenen höheren Emotionen diese Synchronizitäten. Du ziehst sie einfach an. Genau das ist deine Aufgabe im Wachzustand.

Du kreierst aus einem Zustand des Einsseins heraus und verbindest dich mit der Quelle jeglicher Materie. 

Beim täglichen Meditieren wirst du zu einem Niemand ohne Körper, zu einem Nichts im Nirgendwo der Zeitlosigkeit und verbindest dein Gewahrsein mit dem vereinheitlichten Feld; du kannst nirgendwo hingehen und verweilst in der Schwärze des Zeit-Raums, kreierst aus dem Feld und nicht aus Materie. Du kreierst aus einem Zustand des Einsseins heraus und verbindest dich mit der Quelle jeglicher Materie. Hinter deiner täglichen inneren Arbeit sollte also die Intention stehen zu verstehen, dass es in diesem Reich unendlicher Möglichkeiten eine Realität gibt, in der du frei bist von deiner Herausforderung.

Und wenn die Herausforderung nicht verschwindet? Dann ändert sich wahrscheinlich nichts wegen dir selbst. Sie verschwindet nicht, weil es für dich unmöglich ist, neue Möglichkeiten zu erkennen, solange du dieselbe Person mit denselben Gedanken und Gefühlen wie dein vergangenes Ich bist. Denn du sendest Tag für Tag dieselbe Energie aus, nimmst das „Problem“ mit derselben Geisteshaltung und denselben Emotionen wahr und reagierst immer wieder gleich darauf – versuchst als Materie etwas auf der materiellen Ebene zu verändern. Doch letztendlich kann sich nichts verändern, bis du dich veränderst.

Wenn du im Reich der grenzenlosen Gedanken in der Schwärze aller Möglichkeiten deshalb einfach den Gedanken hegst, dass du in einer neuen „Box“ – also einer neuen Realität – bist und im gegenwärtigen Moment in dieser zukünftigen Realität sein kannst, musst du einfach nur die entsprechenden Emotionen fühlen (bzw. dir der Energie dieses Gedankens bewusst werden). Dann steckst du nicht mehr in deiner vertrauten Vergangenheit, sondern bist buchstäblich in einer neuen Zukunft.

„Ich bin frei von diesen Umständen“

Wenn du sagst: „Ich bin frei von diesen Umständen“, dann produziert dieses Ich im Quantenfeld eine Energiewelle. Du wirst gewahr, dass du bewusstes Gewahrsein bist und dass dein Gedanke eine Energie bzw. Frequenz hat. Wenn du also das denkst und fühlst, was eben dieses „Ich bin“ ist, verursachst du in diesem glatten See sozusagen einen großen Spritzer und der wiederum löst große Wellen aus. Jetzt kreierst du aus dem Feld heraus und nicht auf der materiellen Ebene.

Jetzt pass gut auf, denn das ist wichtig: Wenn du wirklich außerhalb deiner vergangen-gegenwärtigen Realität bist, kannst du deinen zukünftigen Körper zu dir ziehen, indem du mit dem Herzen die Verbindung dazu fühlst. Du bist gewissermaßen mit deinem Gewahrsein in deiner neuen Zukunft, und der Gedanke, dort zu sein, hat eine neue Frequenz. Daraufhin sollte dein Körper deinem Geist in diese Zukunft folgen, so wie er ihm jeden Tag zum deinem Auto folgt, wenn du daran denkst, zum Auto zu laufen – aber anstatt deinem Geist in eine bekannte Realität zu folgen, folgt dein Körper ihm in eine unbekannte Realität. Je länger du von diesem Punkt aus die Gefühle deiner Zukunft fühlst, desto mehr ziehst du deinen zukünftigen Körper also zu dir. Dazu musst du dir lediglich dieser Zukunft in der Schwärze bewusst werden. Du musst sie nicht sehen, sondern einfach nur wissen, dass sie dort ist und dass du wie ein Magnet deinen zukünftigen Körper zu dir ziehst, indem du über dein Herz damit in Verbindung gehst und ihm einfach hilfst, dahin zu gelangen.

Jedes Mal, wenn du dich mit dem Gefühl verbindest, wirst du zu diesem Gefühl und zu dieser Person deiner Zukunft – im Jetzt.

Hier kommt nun eine wichtige Frage – wenn du deine Zukunft mit diesem höheren Gefühl immer wieder zu dir ziehst, Tag für Tag, dann wirst du ja wohl mit diesem Gefühl sehr vertraut, oder nicht? In gewissem Sinne wirst du also zu deinem zukünftigen Ich, indem du deinen zukünftigen Körper in der Gegenwart fühlst, denn er wird ja von deinem zukünftigen Ich kreiert – in der Gegenwart. Anders ausgedrückt könnte man sagen: Jedes Mal, wenn du dich mit dem Gefühl verbindest, wirst du zu diesem Gefühl und zu dieser Person deiner Zukunft – im Jetzt.

Stell dir vor, du praktizierst das immer und immer wieder und wirst so gut darin, dass du nicht mehr toxisch auf die betreffenden Umstände in deinem Leben reagierst. Das heißt, du bist nicht mehr in derselben Energie, und das heißt wiederum, du bist nicht mehr dasselbe Bewusstsein. Warum? Wenn du reagieren würdest, würdest du ja wieder ins Unbewusste verfallen. Aber das machst du nicht. Du verfällst nicht mehr in das Ich deiner Vergangenheit.

Wäre es also möglich, dass sich auf einmal die Tür öffnet und du einen Ausweg aus dieser Box findest, wenn du übst, in der Gegenwart deinen zukünftigen Körper zu dir zu ziehen, und dich mit ihm mit aus dem Herzen kommender Liebe verbindest? Wenn das passiert, dann sagst du wahrscheinlich: Das war ja wohl echt einfach und ich hab es mir viel zu schwer gemacht. Wenn es in deinem Schoß landet, wirst du überglücklich sein, denn endlich bist du frei.

Der Gedanke an diese früheren Umstände würde Mitgefühl, Dankbarkeit, ein Gefühl der Freiheit und Liebe zu dieser Erfahrung hervorrufen, nicht wahr? Wie in Teil I erklärt, führt der Gedanke an diese Umstände zu einer Frequenz, die dich von deiner Vergangenheit heilt, mehr Gehirn- und Herzkohärenz erzeugt und dich auf eine höhere Frequenz bringt, denn deine neuen Gedanken erzeugen neue Frequenzen. So entwickelst du dich aus deinem alten in ein neues Bewusstsein weiter.

Von einer Box in eine andere springen

Befindest du dich in einer Situation, in der du etwas in deinem Leben ändern musst? Das ist die Basis für die „Box Meditation“, die du für dich alleine praktizieren kannst. Sie besteht aus folgenden Schritten:

Nimm ein Blatt Papier und zeichne drauf eine „Box“, in der du feststeckst – vielleicht ist es eine Mangel-Box, eine Geld-Box, eine Gesundheits-, Job- oder Beziehungs-„Kiste“, ein rechtliches Problem etc.
Nachdem du der Box einen Namen gegeben hast, finde heraus, welche Emotionen du empfindest, wenn du an diese Herausforderung bzw. Zustände denkst. Denn genau diese Emotion bzw. Emotionen halten dich in der immer selben Energie fest. Ist es Furcht? Angst? Wut? Enttäuschung? Ein Gefühl der Unwürdigkeit bzw. mangelnder Selbstwert? Groll? Schreib bitte mindestens zwei Hauptemotionen auf.
Nun schreibst du die Gedanken auf, die du dir in Bezug auf dieses Problem immer wieder vorsagst (und die du deshalb für deine derzeitige Wahrheit hältst). Womöglich denkst du, dass sich deine Situation nie ändern wird oder dass eine andere Person daran schuld ist, dass du an diesem Punkt feststeckst. Finde also heraus, welche Gedanken in Bezug auf diese Box dir vertraut sind. Bei mir ist es manchmal einfach so, dass ich nicht erkenne bzw. weiß, wie sich die Situation jemals ändern sollte. Mach eine Liste, z.B.: Diese Situation wird sich niemals ändern; die Sache wächst mir über den Kopf; diese Person ist schuld daran, dass mein Leben so ist, wie es ist; ich kann das nicht etc.
Nun achte einmal darauf, wie du dich während der letzten Wochen in Bezug auf die Box, in der du feststeckst, verhalten hast. Wühlst du dich mit Selbstgesprächen emotional auf? Beklagst du dich darüber in Gesprächen mit anderen? Findest du Ausreden dafür? Verurteilst du eine bestimmte Person? Schreibst du böse E-Mails? Versuchst du, im Leben Dinge zu kontrollieren oder zu erzwingen? Schreibe das alles auf.
Die neue Kiste bzw. Box steht für eine Tür bzw. für die Lösung dieses Problems; du musst gar nicht wissen, wie diese Lösung aussieht (nur, dass die Lösung existiert). Geh während des Meditierens zu dieser Box, öffne dein Herz, verliebe dich in deine neue Zukunft und spüre die Dankbarkeit bzw. die Erleichterung und Befreiung, die sich einstellen, wenn dein Problem gelöst ist. Jetzt bist du auf eine höhere Frequenz und eine höhere Bewusstseinsebene gewechselt, und dadurch ziehst du eine Zukunft zu dir, in der dein Problem nicht mehr existiert.
Ich habe das schon sehr oft gemacht und weiß deshalb: Wenn ich in der Schwärze dieser zukünftigen Box verweilen kann, muss ich einfach nur mein Herz öffnen und mich damit verbinden. Dadurch ziehe ich meinen Körper immer wieder in meine Zukunft.

Im Wachzustand wach bleiben

Dein Denken, Handeln und Fühlen macht deine Persönlichkeit aus; die alte Persönlichkeit hängt mit deiner vergangen-gegenwärtigen persönlichen Realität zusammen. Stell dir nur vor, wie viel Energie du in dieses Problem steckst und damit verschwendest. Bewusst oder unbewusst verankern deine Energie und deine Emotionen dieses Problem in deinem Leben, und nicht nur das: Aufgrund der Art und Weise, wie du agierst und reagierst, reagieren andere Leute auf dich entsprechend immer gleich und immer mehr deiner Energie wird in die Box/Realität/Dimension deines Problems gesteckt. Um dich zu verändern, musst du dich deiner Gedanken, die mit dieser Box zu tun haben, so bewusst werden, dass du nicht mehr ins Unbewusste verfällst, wenn du daran denkst.

Wirst du zu diesem höheren Bewusstsein, lebst du auf einmal in diesem gegenwärtigen Moment in deiner Zukunft.

Nun bist du dir also der Gedanken bewusst, die diese dissonanten bzw. inkohärenten Frequenzen produzieren; deine Aufgabe ist es jetzt, dein Gewahrsein zu erhöhen und auf eine Ebene zu gelangen, auf der du nicht mehr in dieser Box steckst und über das Bewusstsein von allem und jedem in dieser Box hinausgewachsen bist. Du bist auf einer höheren Bewusstseinsebene als das Bewusstsein (bzw. Unbewusstsein), welches das Problem erzeugt hat. Dank dieser höheren Bewusstseinsebene entwickelst du dich in deine Zukunft. Wirst du zu diesem höheren Bewusstsein, lebst du auf einmal in diesem gegenwärtigen Moment in deiner Zukunft.

Je länger du dich auch im Wachzustand, also tagsüber in deinem Alltag, so fühlst wie dann, wenn du dein zukünftiges Ich zu dir ziehst, desto mehr bist du mit dieser Zukunft verbunden und desto weiter geht die Tür wie von Zauberhand auf. Je stärker du die Emotionen deiner Zukunft im Wachzustand deines Alltags fühlst, weil du deinen Körper in der Box Meditation auf diese Zukunft konditionierst, desto besser leiten dich diese Emotionen durch diese Tür. Wenn du dich dann außerhalb der Box befindest und sich alles so ergeben hat, wie es für dich am besten und sinnvollsten ist, erkennst du endlich, was dich darin festgehalten hat.

Jetzt bist du in einer neuen Box – einer anderen Dimension deines Lebens, wo dein Problem nicht existiert. Alles und jeder schaut so aus wie früher, aber das Problem gibt es nicht mehr. Und wenn die Lösung auftaucht, wirst du wie viele andere sagen: Ich bin einfach aus dem Weg gegangen.

Für ein noch besseres Verständnis empfehle ich Kapitel 11, „Raum-Zeit und Zeit-Raum“, meines Buches „Werde übernatürlich – Wie gewöhnliche Menschen das Ungewöhnliche erreichen“.